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December 14, 1998.
Ms im Einvernehmen mit Java Regelung; SC steigt aus Kartellverfahren aus
Am 7ten Dezember hat Microsoft eine neue Version ihrer Java Virtual Machine fuer Windows 95, 98, NT und IE4 freigegeben, die wie die Firma sagt, mit dem Gerichtsbeschluss Sun gegen Microsoft uebereinstimmt. Die neue JVM, von der Microsoft ebenfalls sagt sie sei schneller als fruehere Versionen, beinhaltet jetzt Sun's Java Native Interface das von Ms mit einer nur-Windows Version ersetzt worden war. Das proprietaere Interface bleibt in Microsoft's Virtueller Maschine, aber nur damit bereits dafuer geschriebener Java Code funktionsfaehig bleibt. Die Macintosh Versionen vom IE werden modifiziert, damit diese JVMs anderer Hersteller wie Apple nutzen. Die Unix Versionen vom Internet Explorer werden nicht erneuert, da diese bereits die JVM des jeweiligen Betriebssystems nutzen.
Vier Tage spaeter hat Sun bekanntgegeben, dass der firmeneigene Test einen Fehler in der JVM gefunden hat¸ der das Ausfuehren von arithmetischen
Funktionen betrifft. Dieser Bug wurde gefunden als Sun einen Benchmark Test der neuen Virtuellen Maschine durchfuehrte, der die Geschwindigkeit und Leistung sowie die Kompatibilitaet testet. Ein Sprecher sagte, dass Microsoft dieses Problem noch nicht kannte, jedoch "den Fehler sehr
ernst nehme". Sun wird jetzt noch keine Resultate der Geschwindigkeits- oder Kompatibilitaetstests veroeffentlichen.
NOTIZEN AUS DEM VERHANDLUNGSSAAL: Ebenfalls am 7ten Dez. hat Microsoft behauptet, dass die Integration des Internet Explorers in das Betriebssystem effizient sei. Nicht fuer David Forber, der Experte der Regierung der als Zeuge zu den Behauptungen Microsofts Stellung nahm. Nach Forber ist die Integration des IE nicht effizient fuer den Endverbraucher und fuehrt daher eher zu vielen Nachteilen in der Geschwindigkeit, Redundanz von Code und zu hoeherer Fehleranfaelligkeit. Um das Argument weiter zu staerken sagte er, theoretisch "koennte Microsoft alle eigenen existierenden und zukuenftigen Applikationen in ihr aktuelles Produkt integrieren und dies als Windows 98 verkaufen". [diese Moeglichkeit ewaehnten wir bereits vor ein paar Wochen] Dies wuerde in der Tat zu einer grossen Verschwendung von Plattenplatz fuehren.
South Carolina hat sich aus dem Verfahren gegen Microsoft
zurueckgezogen, dass vom Justice Department und 20 anderen US Bundesstaaten gegen Microsoft gefuehrt wird. South Carolina's Hauptanwalt erklaerte den Rueckzug damit, dass die Computer Industrie sehr wohl gesunden Wettbewerb aufweise und erwaehnte den Aufkauf von Netscape durch AOL und die dadurch folgende Allianz mit Sun am 24. November. Die Aufgabe des Bundesstaats trieb die MSFT Aktien zu einer Rekordhoehe. Obwohl South Carolina der erste Staat ist der sich aus dem Verfahren zurueckzieht, duerfte es vielleicht nicht der letzte sein wenn man die Microsoft Anzeigen in betracht zieht, die Zitate von Offiziellen und Experten gegen das Kartellrechtsverfahren aufbringen.
Dann am 10. hat Microsoft Sun Microsystems angeklagt einen zweigleisigen Standard im Umgang mit Netscape und Microsoft bezueglich der Java Implementation in deren Webbrowsern zu haben. Genauer gesagt haetten beide Firmen keine einwandfreie Implemantation des Java Codes. Netscape hatte Sun 1997 mitgeteilt, dass sie sich mit der Implementation des Java Native Interface verspaeten wuerden. Nun sagt Microsoft, dass Sun im Umgang mit Netscape nachgiebiger gewesen sei aufgrund des Konkurrenzkampfes der beiden Firmen. Aber das DOJ bleibt bei seiner Anschuldigung, dass das Ungetuem ("The Behemoth") Java fuer seine eigenen Zwecke verwandt habe. Dies ist im Einklang mit Sun's Vizepraesident James Gosling, "Fuer uns sah es so aus, als ob Microsoft seine Hand ausstreckte dabei ein Messer in der Hand hielt und wir nach der Klinge greifen sollten." John Warden, Microsoft's fuehrender Anwalt, erklaerte spaeter, "Microsoft fuehrte einen harten Kampf um Java und hatte einen Vorsprung erlangt," doch er verschwieg, dass dies auf Kosten der Crossplattformfaehigkeiten geschah an denen Sun und Millionen Anderer so hart gearbeitet hatten.
Um die Software Piraterie zu bekaempfen werden die Konsumenten demnaechst gezwungen sein die naechste Version von Microsoft Office registrieren zu lassen. Aktuelle Versionen des Office erfordern eine Registrierung in ihren Lizensbestimmungen, doch Office 2000 wird seine Arbeit komplett einstellen falls das Programm nicht registriert wird bevor es 51 mal gebraucht wurde. Dieser so gennanter 'Registrierungs Wizard' (Registration Wizard) wird in der englischsprachigen Version von Office enthalten sein, die in den Vereinigten Staaten, Canada, Australien, New Zealand, und Brasilien verkauft wird. (Offensichtlich wird dieses "Feature" nicht Teil irgendeiner Asien Version, obwohl dort mehr Software Piraterie betrieben wird, als irgendwo sonst auf der Welt.) Wenn es korrekt funktioniert, koennte der Registration Wizard auch in andere Microsoft Produkte eingebaut werden, vor allem bei umsatztraechtiger Software wie Windows. Hat jemand zweifel, dass dies ein wichtiger Teil von Windows 2000 wird?
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