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Die Microsoft Boykottkampagne - Auf Deutsch

Vorhergehende WocheArchives Jan. 25, 1999.

Eine Windows Rückerstattung; 3Com integriert NT 4; Microsoft mit Rekordgewinn; J++ endlich in Übereinstimmung?

Der Australier und Linuxianer Geoffrey Bennett erwarb einen neuen Toshiba Laptop im letzten Februar. Ein Teil des Preises machte das Windows 95 aus. Bennett laß das Kleingedruckte in Microsoft's Endnutzer-Lizensbestimmungen, das aussagt, "Wenn Sie nicht mit den Endnutzer-Lizensbestimmungen übereinstimmen, sind PC Hersteller wie auch Microsoft nicht bereit das SOFTWARE PRODUKT für Sie zu lizensieren. In diesem fall, sollten Sie das SOFTWARE PRODUKT nicht nutzen oder kopieren und sofort den PC Hersteller kontaktieren, um Anweisungen zu erhalten, wie Sie eine Rückerstattung für das/die nicht genutzen Produkt(e) erhalten". Daraufhin schrieb er Toshiba um sein Geld zurückerstattet zu bekommen. Toshiba's Laurence White antwortete, daß seine Firma "nicht bereit sei die Kosten des Betriebssystems zurückzuerstatten"" und erklärte, daß "Toshiba seinerseits bereits bei der Herstellung an Microsoft zahlen müsse und keine Rückerstattung von Microsoft bekommt, daher können wir Ihnen keine Rückerstattung zukommen lassen." Bennett beharrte auf seine Rückerstattung, und fast vier Monate später hat Toshiba's General Affairs Division (Division fürs Grobe; Anm.d.Übers) zugestimmt ihm eine Rückerstattung von 110 australischen Dollar dafür zu zahlen, daß er Windows 95 nicht benutzt.
Bennett's Geschichte inspirierte mehrere Gruppen einige Windows Rückerstattungszentralen wie die Web Site bei thenoodle.com/refund zu starten, die darauf aus sind die Rückerstattung der Microsoft Steuer zu bekommen. Diese Gruppen haben den 15ten Februar als Windows Rückerstattungstag ("Windows Refund Day") reserviert, an dem Leute die Linux, BSD, BeOS, OS/2 oder NetWare nutzen einen Brief an die jeweiligen Computerhersteller schicken, in dem sie nach einer Rückerstattung für die unbenutzen Kopien von Windows 95 und 98 bitten. Die Web Sites beinhalten genaue Angaben über die rechtliche Vorgehensweise für das Erhalten einer Rückerstattung, und sogar Ralph Nader's Projekt für Technologiekonsumenten ("Consumer Project On Technology"" [www.essential.org]) wird involviert, was einige schwere Kopfschmerzen und mögliche unangenehme Rechtsverfahren für Microsoft und die Hersteller nach sich zieht, die mit ihren eigenen Lizensbestimmungen nicht in Übereinstimmung liegen.
Microsoft Sprecher Adam Sohn spielte die Bewegung herunter, indem er sagte, daß die Firma die als einen "kleinen PR Gag von einigen Unix Fans" ansehe. Er erklärte, daß "OEMs absolute Freiheit haben welches Betriebssystem sie wählen. Es gibt keine Bestimmung in irgendeinem unserer Verträge, die den OEMs sagt, sie dürften nichts anderes ausliefern." Sohn fügte schnell hinzu, daß die Computerhersteller diesem Problem alleine gegenüberständen, da Microsoft niemandem Geld zürückgeben wird. "Die OEMs müssen schon ihre eigenen Entscheidungen fällen. Sie sind 'Erwachsene'. Sie brauchen Microsoft nicht damit sie gesagt bekommen wie sie mit ihren Kunden umgehen." Auch wenn es ein PR Gag war, Microsoft hat still und heimlich die Rückerstattungsregelung von der aktuellen Version ihrer Endnutzerlizensbestimmung entfernt.

Details der Bemühungen Geoffrey Bennetts eine Rückerstattung zu bekommen kann man finden unter www.netcraft.com.au/geoffrey/toshiba.html.

NOTIZEN AUS DEM VERHANDLUNGSSAAL: Die Woche begann am Dienstag wegen einem US Feiertag. Der führende Anwalt der Regierung David Boies beendete das Kreuzverhör der ersten Zeugen Microsofts, Richard Schmalensee. Bois nutze einen Vergleich um die Integration von des Internet Explorers in Windows deutlich zu machen, indem er suggestiv nachfragte ob Kosumenten davon profitieren würden wenn man Word in das Betriebssystem integriere so wie es mit dem Explorer gemacht worden war. Schmalensee sagte, es könnten sich Vorteile ergeben, aber gab nach Befragung zu, daß dem Kosument dies auch schaden könne, wenn als Folge der Integration andere Textverarbeitungen nicht so gut arbeiten würden [wie Word].
Boies fragte den Wirtschaftler ob Microsoft die Verknüpfung als den besten Weg ansah, die Computernutzer dazu zu kriegen den IE auszuprobieren. Dann zeigte er ihm ein Diagramm, das von Microsoft erstellt worden war und aussagte, daß die Computerhersteller "der beste Weg sind den Anteil im Browsermarkt zu erhöhen." Schmalensee behauptete, er könne Teile des Diagramms nicht verstehen und verneinte Boies Unterstellung, daß "Microsft die Position einnahm der Internet Explorer wäre nicht wirklich ein Teil des Betriebssystem"". Der Anwalt erinnerte daraufhin Schmalensee an seine Aussage in dem laufendem Bristol Kartellrechtsverfahren, in dem er Microsofts' Betriebssystem und Webbrowser als separate Produkte beschrieb. Nach weiteren fragen, gab er zu, daß Microsoft Geld dafür hergab um Internetanbieter (ISPs) dazu zu bewegen, den Explorer anstatt Netscapes Navigator zu nehmen und [MS] kaufte die Verträge mit Netscape auf.
Dann am Mittwoch, am 4. Tag im Zeugenstand, wurde Schmalensee zu Microsoft's Einnahmen befragt und ob die massiven Gewinne eine Form der Monopolmacht zeigten. Der Zeuge antwortete "man könne keine Monopolmacht aus vierteljährlichen Gewinnen ableiten," was Bois dazu veranlasste danach zu fragen ob ähnliche Gewinne in einer längeren Zeitspanne ein Indiz für eine Monpolmacht sei. Schamlensee gab zu, daß "ein wertvoller Teil von intellektuellem Besitz ("intellectual property")" wie Windows tatsächlich über einen langen Zeitraum eine Quelle von Profit sei. (Der Zeuge hatte früher Ausgesagt, daß Windows weit davon entfernt sei "die wertvollste Eigentumswohnung ("real estate") der Welt zu sein" and fast keinen Wert hat, da die Kosumenten die Freiheit haben die Software ihrer Wahl zu benutzen). In Teilen der geschriebenen Aussage hatte Schmalensee behauptet, wenn Microsoft tatsächlich die Monopolstellung hätte, wie die Regierung behauptet, dan würde es das vierzigfache von dem verlangen, was sie derzeit für Windows haben wollen - etwa $2000 (c.a. 3300,-DM) für jede OEM Kopie.
Wärend von Microsofts eigenem Richard Urowsky wiederlegene Fragen gestellt wurden, wurde Schmalensee von Richter Judge Jackson gefragt warum er immer annimmt, "daß der Monopolist den Preis maximiere" und sich wundere ob es Gründe für einen Monopolist gäbe, den Preis nicht zu maximieren, "aufgrund von einem etwas größerem Ruhm zu einem etwas späteren Zeitpunkt." Der Zeuge stimmte zu und antwortete, daß "die meisten Firmen über den Einfluß nachdenken" den der Preis von heute auf Morgen hat. Jackson fuhr weiter fort indem er sagte, er "könne sich ein Zenario vorstellen, in dem eine Zigarettenfirma die Preise am unteren Ende der Scala ansiedeln würde, obwohl sie die einzige Quelle des Produktes sind". Schmalensee antwortete, daß Windows kein Suchtverhalten auslöse wie es Tabbak kann. Der Richter lächelte daraufhin und fragte den Wirtschaftler ob er Kinder habe.
Soweit haben Microsofts eigene Zeugen der Firma mehr Schaden zugefügt als die Zeugen der Regierung

Nach Angaben die am Dienstag gemacht wurden, hat Microsoft wieder kräftig Abgesahnt und einen Verdienst von 2 Milliarden Dollar im zweiten Viertel des Steuerjahres 1999 gemacht. Der Vedienst ergibt 73 cents (1,20DM) pro Aktie, was die Erwartungen an der Wall Street übertrifft. Offizielle der Firma schrieben die Einnahmen dem höheren Bedarf an PCs zu, der von einem grossen Volumen gewinnträchtiger Produkte wie NT Workstation und Office 97 begleitet wurde. Analysten hatten einen Vedienst von 59 cents (0,97DM) pro Aktie erwartet. Microsofts Aktien machten einen neuerlichen Rekordsprung, was Bill Gates zu etwa 15 Millarden Dollar verhalf. Dies macht ihm zum ersten 100ter Milliardär. Finanzchef Greg Maffei jedoch gab zu, daß die zweite Hälfte des Steuerjahres 1999 würde nicht so rosig aussehen. Zusätzlich zu den Konstanten Verspätungen der umsatzstarken Produkte wie Windows 200, hätte Microsoft zusätzlich Umsatzeinbußen bedingt durch die Asienkrise und das Jahr 2000 Problem zu erwarten.

Am Dienstag haben Microsoft und 3Com zusammen ein ein monate Altes Gerücht bestätigt, daß die beiden Firmen eine Entwicklungs-/Produkt Allianz eingingen. Als Folge des Vertragsabschlusses wird 3Com mmitte 1999 ein 2300 m² großes Entwicklungscenter in der Nähe des Microsoft Campus in Redmond Washington eröffnen. Zusätzlich werden die beiden Firmen netzbezogene Technologien teilen. 3Com wird auch Switches, Netzwerkkarten und andere Produkte herstellen, die eine embedded Version von Windows NT 4 erhalten und auch Windows 2000 Services ansatzweise einbauen, wie das so oft verzögerte Active Directory. Die neuen Switches können TCP/IP bearbeiten und eine Art der Verschlüsselung durchführen. Dinge die zuvor vom Betriebssystem erledigt wurden. 3Com's Presseveröffentlichung sagt aus, daß die neue Netzhardware schon diesem Sommer lieferbar sei, obwohl die ersten Versionen von Windows 2000 und Active Directory fühestens am Oktober dieses Jahres erwartet werden. Die Preise für die Switches und Netzwerkkarten sind noch nicht angekündigt worden. Zufälligerweise besitzt 3Com USRobotics. Den ersten Hardwarehersteller der diese süßen kleinen Winmodems herstellt.

In Californien hat Richter Robert Baines letzte Woche die Anordung geändert, der Microsoft anordnet Blue Mountain Arts [www.bluemountain.com] Informationen zu geben, so daß Grußkarten durch die Filter in Microsoft EMail Programmen kommen und die Nutzer von Outlook und WebTV auf das Problem hinzuweisen. Diese Woche hat Baines, wobei er Microsofts Unfähigkeit erwähnte die Warnung an eine vernünftige Stelle zu plazieren, angeordnet die Firma möge eine Notiz an einer nicht zu übersehenden Stelle an der MSN.com Portal Site anbringen. Sowohl die fühere Entscheidung und auch der Zusatz sind einstweilige Verfügungen. Es ist eine Anhörung für diese Woche geplant, in der entschieden wird ob diese neue Order dauerhaft ist solange das Verfahren läuft.

Am Donnerstag hat Microsoft still und leise Visual J++ in Übereinstimmung mit einer gerichtlichen Anordnung gebracht, indem es Service Pack 2 für Visual Studio 6.0 herrausgab. Der Service Pack enthält eine neue Java Virtual Machine für Visual J++ 6.0, von der Microsoft sagt sie ist in Übereinstimmung mit der einstweiligen Verfügung die im November von Richter Rolnald H. Whyte herrausgeben wurde. Service Pack 2 enthält auch die Updates und Bugfixes die im Service Pack 1 enthalten sind, und zusätzlich enthält es einen Patch für einen Visual C++ bug.

In Kürze:Letzte Woche gab die Firma Bugfixe für Word 97 und ein ActiveX-Control namens Forms 2.0 heraus. Das ActiveX-Control wird in Office 97, Outlok 98 und Visual Basic verwendet. Der Word-Fix warnt den Benutzer falls ein E-Mail Attachment ein Macro enthält, der Forms-Fix verhindert, daß Text aus dem Windows-Clipboard über das Internet kopiert ohne daß der Benutzer etwas davon merkt. Ob das Scheunentor, das MS auf dem heimischen PC öffnet, dadurch geschlossen ist, darf mal bezweifelt werden.
Zum vierten oder fünften Mal, seit Microsoft Hotmail übernommen hat (Dez. 1997), hat Hotmail seine 30 Millionen User ohne EMail gelassen. Das neuerliche Problem, das die User stundenlang vom Zugriff auf den freien Mail-Service abgehalten hat, ist durch einen Serverausfall verursacht worden. Ob es ein NT-Server war wurde nicht gesagt.
Microsoft hat ein Sicherheitsloch in einem Tool von Frontpage 98 zugegeben. Das Sicherheitsloch gibt Besuchern einer User-Webseite Zugriff auf die Harddisk des Users. Laut Frontpage Manager Mike Angiulo ist die Konfiguration, die dies zuläßt, "extrem selten", und MS-Programmierer arbeiten an einem Fix.

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[CopyrightStab] Saturday, 16-Nov-2002 17:22:42 EST